Angelo  

Angelo hat das Leben von mindestens zwei Personen massgeblich beinflusst. Vor Jahren, als ich in London wohnte, habe ich Angelo bei meinen brasilianischen Nachbarinnen kennengelernt. Als es mir einmal gar nicht gut ging, blieb Angelo drei Tage lang ohne Unterbruch bei mir.

Jahre später traf ich ihn in Rio wieder und er erzählte mir, dass sich in seinem Leben viel verändert habe, dass er einen Knaben adoptiert habe, und dass er deswegen laufend um Interviews angefragt werde. Weil die Zeitungen aber jeweils nur das druckten, was am skandalträchtigsten war, entschloss er sich seine Geschichte aufzuschreiben. Diese ist im Jahr 2002 als Buch mit dem Titel "Retrato em Branco e Preto" (Schwarz-Weiss Porträt) erschienen.

Wenn dieses Buch in Sigmund Freuds Muttersprache erscheinen würde, würde für Angelo ein grosser Traum in Erfüllung gehen. Angelo hat das Vorwort und das erste Kapitel selbst auf Deutsch übersetzt und Freunde haben danach am Text noch etwas geschliffen.