Chez Fritz aux Palmes du Tessin - günstiges Ferienhaus für 4 Personen

zuletzt aktualisiert Oktober 2011

 
Fragen und Antworten
 
Was gibt es besonderes zu beachten?
  Es gibt ein Merkblatt mit Hinweisen, die vorallem in der kalten Jahreszeit wichtig sind.
 
Ist das Haus für eine Familie mit Kindern geeignet?
  Je nachdem. Unser Haus ist zwar einfach, aber wir erwarten trotzdem, dass es von unseren Gästen sorgfältig behandelt wird. Eine Nachttischlampe kann herunterfallen und zerbrechen. Das verstehen wir. Aber Fussabdrücke an den Wänden und Kaugummis auf den Teppichen halten wir für vermeidbar.
  Unser Haus steht zwischen den Rebbergen, wo sich die Weinbauern um die Knospen und später Trauben sorgen. Sie sehen die Kinder nicht gerne im Weinberg. Ums Haus herum und am Bach und im nahen Wald hat es aber trotzdem noch genug freie Flächen um sich auszutoben.
  Bei kleinen Kindern muss aufgepasst werden, dass sie nicht ins nahe Bachbett fallen.
  Wenn die Kinder nur mit einem Fernseher glücklich sind, wird ihnen unser Haus nicht gefallen, denn das gibt es bei uns nicht.
 
Hat es Schlangen?
  Es hat Schlangen in der Gegend. Die meisten sind ungiftig, aber nach starken Regenfällen ist es möglich, dass auch mal eine giftige Viper mit dem Wasser vom Berg heruntergekommen ist. Uns ist nicht bekannt, dass mal jemand in der Gegend von einer Schlange gebissen wurde. Trotzdem ist es gut, wenn man weiss, dass man Schlangen nicht überraschen soll. Mit guten Schuhen gehen und gut auftreten. Dann spürt eine Schlange, dass wir kommen und wird sich verkriechen. Im Badeteich hinter dem Haus bin ich mal geschwommen, als eine wunderschöne, silbrige Schlange drin war. Ich bin später oft mit der Kamera zum Teich gegangen, doch zwei Schlangen sah ich vor kurzem erst wieder als ich die Kamera nicht dabei hatte. Sie schlängelten sich gemächlich quer durch den Teich.
  Unser Nachbar Fernando erzählt, dass sich vor Jahren einmal eine Schlange im kleineren Haus nebenan unter dem Bett verkrochen hatte, und dass er sie rausgeholt habe. Seit wir dieses Häuschen haben, ist das jedoch nie mehr vorgekommen. Wenn wir ankommen, kontrollieren wir trotzdem immer. Hie und da finden wir aber nur einen Skorpion an der Wand, den ich meistens mit einem leeren Glas einfange und dann hinaustrage. (Tessiner Skorpione können zwar stechen, sollen aber nicht sehr gefährlich seine. Ich möchte diese Erfahrung trotzdem lieber nicht machen.)
 
Hat es Ungeziefer?
  Unser Haus befindet sich in freier Natur. Da kann es gut vorkommen, dass davon auch mal etwas ins Haus reinkommt. Bei den Schlangen, über die ich im im letzten Abschnitt geschrieben habe, steht auch etwas über Skorpione. Wir haben aber auch schon öfters Spinnen angetroffen. Im Moment haben wir das Problem einer Ameisenstrasse quer durchs Haus und wir wissen noch nicht, wie wir dieses lösen werden. Jemand hatte eine Schokolade in der Küche liegen gelassen und diese haben die Ameisen entdeckt. Vor dem Haus im Sand wohnen Ameisenlöwen, die Ameisen fressen. Sind die eingegangen weil jemand die Rosen gespritzt hat? Die Natur ist nicht mehr im Gleichgewicht.
  Wenn ich im Schopf stöbere und alte chemischen Produkte finde, die der Fritz wohl früher verwendet hat, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Da habe ich doch lieber ein paar Ameisen, als eine vergiftete Wohnung.
 
Wie kriege ich die Scheibe am Cheminee-Ofen wieder sauber?
  Ein Blatt Zeitungspapier zusammenknüllen, nass machen, in die Holzasche tupfen und damit den Russ auf der Ofenscheibe abreiben. Es geht ganz einfach. Mit der Zeit merkt man wie nass das Zeitungspapier sein muss.
 
Spürt man im Chez Fritz die Globalisierung?
  Dank dem Internet wird unser Freundes- und Kundenkreis immer internationaler. Seit wir das Haus Chez Fritz haben, waren die folgenden Nationalitäten bei uns zu Gast (in chronologischer Reihenfolge): USA, Schweiz, Deutschland, Haiti, Nigeria, Korea, Italien, Belgien, Australien, Spanien, Brasilien, Argentinien, Japan, Bulgarien, England, Kuwait. Nicht alle Gäste sind zahlende Gäste. Manchen Freunden überlassen wir das Haus und als Gegenleistung helfen sie uns den Ort lebenswerter zu machen. Sie giessen die Pflanzen, mähen das Gras, sägen Brennholz, bauen Trockensteinmauern, Fusswege und Treppen, graben die Hauswand frei, verbessern den Damm des Badeteichs, usw., usw. Von diesen Gästen verlange ich jeweils, dass sie mir das Haus so hinterlassen, dass ich es nachher wieder vermieten kann. Das funktioniert auch meisten, ohne dass wir noch speziell kontrollieren müssen. Es kann aber auch vorkommen, dass dann ohne persönliche Begegnung zwei Kulturen aufeinandertreffen. Von den nächsten Gästen erwarte ich eine ehrliche Rückmeldung, damit wir herausfinden können, wie wir es in Zukunft besser machen können. Ob wir die Rückmeldung dann weitergeben und damit unsere Freundschaft aufs Spiel setzen, müssen wir uns dann überlegen. Von den Gästen schätzen wir aber auch eine gewisse Toleranz und Verständnis, wenn mal etwas schief geht.
 
Wie steht es mit der Sauberkeit? (ohne Berücksichtigung der Globalisierung)
  Wir bemühen uns das Haus sauber zu halten. Manchmal ist das sehr einfach, weil die Gäste das Haus sauber hinterlassen. Wir haben aber auch schon einen richtigen Saustall vorgefunden, und dann müssen wir recht lange putzen. Für Leute, die auf Sauberkeit sehr viel Wert legen, ist es dann aber vielleicht immer noch nicht sauber. Sauberkeitsfanatiker könnten sich bei uns gestresst fühlen.
 
Wie steht es mit der Biodiversität?
  Zum das Jahr der Biodiversität 2010 haben wir einen technischen Beitrag beigesteuert: die KakiCam. Man konnte die Kakis wachsen sehen. Seitdem jedoch streikt der Kakibaum und macht an dem Ast vor der Kamera keine Früchte mehr.
  Kürzlich haben Biologen aus Kuwait entdeckt, dass am meisten Biodiversität in der Trockensteinmauer links von unserem Eingang gebenüber vom Hühnerhof stattfindet. Dort haben sie Käfer, Spinnen, Skorpione, Schlangen, seltene Pflänzlein, und noch vieles mehr entdeckt.
 
Werden wir lokale Kontakte knüpfen können, aber auch unsere Privatsphäre haben?
  Wenn es uns nicht Spass machen würde verschiedenen Menschen zu begegnen, würden wir das Haus nicht vermieten. Wir sind recht kommunikativ, drängen uns jedoch nicht auf. Manchmal ergibt sich ein recht herzlicher Kontakt, an den wir dann später noch lange zurückdenken.
  Reinhard ist fast immer für einen Schwatz zu haben, Elisangela je nachdem, wie streng sie es gerade bei der Arbeit hat, und unser lokaler Freund und Internetprovider Karlheinz müsste eigentlich für seine geistreichen Unterhaltungen ein Honorar verlangen. Die tessiner Nachbarn lernt man am ehesten im Restaurant Anita oder beim Betrachten des Hühnerhofs kennen. (Eine leere Eierschachtel für 10 Eier und 6 Franken in unserem offenen Briefkasten, verwandelt sich über Nacht in eine volle Eierschachtel.)