
13.11.2005
Hallo zäme,
Die Reise nach Frankfurt mit dem Zug war angenehm und ohne Probleme, wie auch das Einchecken. Kontrolle gab es gleich 2x und beide Male musste ich eine sehr genau Kontrolle über mich ergehen lassen. Selbst die Schuhe und die Armbanduhr mussten ausgezogen werden, wurden geröntgt usw.
Der Flug war - wie es in einem Flugzeug nur sein kann - angenehm und bis Sidney auch pünktlich. Die halbe Stunde Verspätung wurde verziehen, was aber bei der Ankunft eine lange Wartezeit erbrachte, da fast gleichzeitig mehrere Flieger eintrafen und es einen entsprechenden Stau gab, welcher selbst den Neuseeländern unbekannt war. Dafür wurden wir mit einem perfekten Abholservice von unseren Gastgebern belohnt, bei denen wir auch eine tolle Zeit verbringen konnten. So halfen Sie uns die Reise mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln zu organisieren und gleich zu buchen. Der Überblick vom one tree hill über die Stadt war grossartig, wie auch unsere Tageswanderung im Duderpark, wo ich schon mein erstes Meerbad genoss, während Ernst da lieber nur mit den Füssen eintauchte. Niemand war an diesem einsamen Strand und so musste man sich nicht um ein nasses Badekleid kümmern.
Die Busfahrt zu den Waitomo Caves war begleitet von bestem Wetter. Gleich buchten wir eine grosse Tour in 2 der Höhlen, welche etwas abseits lagen. In einer kleinen Gruppe wurden wir bestens betreut und was wir da sehen und erleben konnten war wirklich grossartig. Millionen von Glühwürmchen erhellen die Höhle, sodass man zeitweise ohne Licht gehen kann, richtig mystisch.
Am nächsten Tag machten wir eine Wanderung und anschliessend ein black water rafting, wauu... so richtig mutig, wie die Neuseeländer es lieben. Da dürften selbst unsere Schwiegertöchtern neidisch werden (die lieben ja auch so Adrelnalinschübe). Dieses Erlebnis ist wirklich etwas einmaliges. Gewappnet mit Anzug, Spezialschuhen Helm und grossem Gummischlauch gab es einen Aufstieg durch den Buschwald, um hernach durch ein kleines Loch in die Höhle einzusteigen. Stalagmiten und Stalakiten umgaben uns und natürlich immer der Bach. Mit dem Schlauch am Hintern gab es einen Rückwärtssprung hinein ins Wasser. Phuu… doch etwas kalt und natürlich trotz Anzug nass. Aber was nun zu sehen und erleben war liess selbst das Schlottern vergessen, gemächlich mit dem Wasserstrom durch diese bizarre Höhlenlandschaft, natürlich auch teilweise mit Glühwürmchen, gings langsam dahin. (Herr der Ringe lässt grüssen.) Nach der 2. Nacht in der Jugendherberge holte uns der Shuttlebus gleich bei der Jugi ab um uns zur nächsten Buslinienhaltestelle zu bringen. Die Fahrt nach New Plymouth führte durch wunderbare Landschaften mit zeitweiligem Blick auf das Meer. Jetzt , an der Westküste zeigte sich ab und zu der Regen.

Der Abholservice von unseren nächsten Swiss Ping Pong Gastgebern klappte wiederum auf angenehmste Weise, fast so, als wären wir alte Bekannte. Nun nach dem Besuch eines anglikanischen Gottesdienstes (Bruno ist Pfarrer) fand ich Zeit Euch zu schreiben. Nachmittags wollen wir, das mittlerweilen wieder sonnige Wetter mit einem Ausflug geniessen.
Tschüss bis zum nächsten Mal.
Rosmarie und Ernst
16.11.2005
Bald geht die Bus-Reise von New Plymouth weiter nach Palmerston North. Wir durften hier eine sehr angenehme Zeit bei unseren Gastgebern verbringen. 2 Tage verbrachten wir am Mount Taranaki, wo wir grosse Wanderungen unternahmen. Da geht es vom Regenwald hinauf durch Buschwald bis zu den Schneefeldern. Die Übernachtung im Camphouse war wohlig warm im Bett. Wir hatten auch recht Glück mit dem Wetter, so zeigte sich der Gipfel bei unserem Aufstieg plötzlich ganz klar, nachdem er zuvor sich immer in Wolken hüllte. Den vielen Hasen hier um das Camphouse zuzusehen war recht spassig. Am zweiten Tag gab es etwas Regen, doch wir konnten uns wieder trocknen im Camphouse, bevor wir den Abstieg durch den Regenwald machten. 3 h in dieser fantastischen Welt und niemand begegnete uns. Einmal galt es die Schuhe auszuziehen um den Bach überqueren zu können. Zum Glück war er nicht all zu breit, sonst wären mir die Füsse abgefroren, war es doch auch Schmelzwasser.
Eine Besonderheit haben wir hier im Haushalt erlebt. Das Kompostieren geht via Abwasser. D.h. man hat hier einen grossen Abfluss im Spülbecken, da ist ein Mahlwerk drin und man lässt Wasser laufen, gibt den zu kompostierenden Abfall hinein, schaltet das Mahlwerk ein und weg geht die Sache. Kompostiert wird es in der Abwasserreinigungsanlage. Auch eine Idee! Nun sind wir gespannt auf die Busreise und unsere nächsten Gastgeber.
Gruss Rosmarie und Ernst
Kia Ora
Wiederum genossen wir die Busfahrt und in Palmerstone North holten uns Derek und Mary ab, mit welchen wir Hospitality Exchange abgemacht haben. Dieser herzliche Empfang liess fast nicht vermuten, dass wir zuvor uns nur per E-Mail unterhalten hatten. Es fühlte sich an, wie wenn man nach lang ersehnter Zeit, endlich einander wieder trifft. Einige Minuten dauerte die Fahrt zu ihrem modernen Haus am Stadtrand, wo bereits das Nachtessen auf uns wartete. Wir besprachen den weiteren Verlauf und sie eröffneten uns, dass sie am nächsten Nachmittag bereits in ihr Appartement in Wellington fahren würden, der Kühlschrank sei gefüllt und da sei der Autoschlüssel. Am Abreisetag würde uns die Nachbarin zur Bushaltestelle fahren und sie selber würden uns dann in Wellington wieder in Empfang nehmen. Nicht schlecht! Das war ja eine überaus angenehme Betreuung.
Anderntags fuhr Mary mit uns auf die Anhöhe, wo die Windkraftwerkanlagen stehen, welche die ganze Stadt mit Strom versorgen. Beeindruckend diese vielen Windgeneratoren und vor allem ergibt sich ein ganz eigenartiges Gefühl, wenn man sich direkt unter eine stellt und hinaufschaut. Ich musste mich direkt festhalten, da nebst der Drehung des Propellers die Wolken sehr schnell vorbei sausten, dass ich mich wie auf einer Fahrt fühlte. Darnach fuhren wir zum Haus ihres Sohnes und dessen Familie, er ist Polizist und sie sind da erst kürzlich in ihr spezielles Haus gezogen. Es ist aus Stroh und Lehm gebaut, kommt fast ohne Heizung aus, da mit der Sonne via Fenster und Schieferboden Wärme erzeugt wird. Im Sommer steht dann die Sonne höher und der Effekt ist dann mit diesem Winkel nicht mehr gegeben. Sie haben einiges Land und sind hier auch grösstenteils Selbstversorger.
Derek ist Lecturer an der Massay Universität aber nur noch Teilzeit. Sie leben eigentlich nur die halbe Woche hier und die andere Hälfte in Wellington, wo das kulturelle Angebot grösser ist. Zudem läuten sie die Glocken in der Kathedrale. Da werden bis zu 10 Glocken von Hand gezogen, das für 1 Stunde und in verschiedenen „Melodien“ resp. Reihenfolge. Wir machten hier Wanderungen in der Umgebung, gemäss Stadtplan. D.h. man kann immer mal irgendwo ein Stück wandern, aber dann musst du wieder auf die Strasse bis zur nächsten Wandermöglichkeit. Es dürften vor allem Hundegassiführwege sein und sind meist in Taleinschnitten angelegt, welches sich nicht gut als Bauland eignet. Auch eine kurze Stadtbesichtigung war angesagt , wohin wir uns nun erstmals mit dem Auto im Linksverkehr getrauten. Ernst hat ja schon einige Übung von unseren Haustauschferien in Irland und England.
Freie PC-Benützung hatten wir hier und ich schrieb auch einen nächsten Reisebericht, aber plötzlich funktionierte der PC in einer „Geheimschrift“, oh… ah…hab ich was gemacht, meine eigentlich nicht! Also einen Code aufschreiben, den Bericht zu Ende schreiben und versenden, es schien alles zu klappen, aber brauchte recht Zeit und Geduld. (Jetzt bei unserer Rückkehr müssen wir feststellen, dass dieser Brief auch nicht bei euch angekommen ist.) Ja,,, ja die PC’s oder liegt es an mir?
Liebe Grüsse Rosmarie
25.11.2005
Die Reise ging weiter per Bus und wir trafen bei recht gutem aber sehr windigem Wetter in Wellington ein, wo wir im Appartement unserer vorherigen Gastgeber übernachten konnten. Diese holten uns auch gleich bei der Busstation ab und zeigen uns das Wichtigste von Wellington. Hernach fuhren sie nach Palmerstone zurück und wir streiften noch etwas in Wellington rum. Morgens konnten wir den Schlüssel einfach in der Wohnung lassen - so hiess es wenigsten - doch wie es eben Schweizer so haben, wollten wir den Abfall richtig entsorgen, was in der Tiefgarage angegeben war. Also mit dem Lift runter, aber da war nichts zu finden, so wollten wir zurück, aber das ging nun ohne Schlüssel nicht mehr! So waren wir gefangen in der Tiefgarage und wollten doch eigentlich auf die Fähre, alles wurde probiert um da raus zu kommen und in dem Moment wo wir mit vereinten Kräften und Gepäck uns unter dem Tor durcharbeiten wollten, kamen andere Autofahrer und konnten uns aus der misslichen Lage befreien. Rechtzeitig erreichten wir noch die Fähre und nach anfänglich stürmischer Fahrt mit hohem Wellengang wechselte es tatsächlich in Sonnenschein je näher wir Picton kamen. Die Schifffahrt verlief recht kurvig um die Windungen rum und schon sichtete ich die ersten grossen Pinguine. Per Bus weiter nach Nelson, wo wir wieder bestens von unseren Homelink Gästetauscher abgeholt wurden und gleich in Nelson rumgefahren wurden. Hier befindet sich auch der Mittelpunkt von Neuseeland. Nach 1 Nacht in Nelson ging es weiter in ihr Ferienhaus am Meer, schönes Wetter und wunderbare Farbe des Meeres empfingen uns da. Einen wunderbaren Tag erlebten wir von Kaiteriteri aus, wo wir mit dem Boot in den Abel Tasman hineinfuhren und von dort eine Tageswanderung unternahmen. Immer wieder kamen türkisfarbene Buchten zum Vorschein mit dem goldigen Sand, das war immer wieder ein überwältigender Farbenwechsel, so von dem vielen Grün und Braun in dieses Türkis und Gold. Hier begegneten uns doch recht viele Leute, da dies der älteste, kleinste und dem Meer anliegende Nationalpark ist. Vom Boot aus konnten wir Seelöwen und andere Tiere beobachten. Das Wetter war sonnig und ich wagte wieder mal den Gang zum Schwimmen im Meer. Unser letzter Tag in diesem wunderbaren Ort war dann von Regenwetter geprägt, so bekamen wir von der wunderbaren Aussicht - welche es hätte - als wir über den Pass nach Takaka fuhren nicht viel mit. Hier holte uns Silvia ab und es ging zu unserem ersten WWOOF Einsatz.
Man kann es kaum glauben, welche Aussicht wir von hier auf das Meer geniessen. Wir sind hier 183 m über Meer. Das Paar, das hier lebt, hat vor 5 Jahren angefangen eine vegetarische Selbstversorgung aufzubauen und so gab es heute schon mal jäten in den Erdbeeren - welche eine Abwechslung ins Maul erlaubten. Bäume schneiden, Äste zusammentragen, kochen, daneben das Grundstück besichtigen und uns in unserem eigenen Häuschen einrichten, das waren so die Beschäftigungen von heute (25.11). Die Sonne zeigte sich heute nur wenig, aber es regnete wenigstens nicht. Das Paar hier ist sehr nett und wir fühlen uns gut aufgehoben.

2 Änderungen hat unser Plan erfahren. Am 29. 11 fliegen wir von Nelson nach Christchurch, was nur der doppelte Preis zum Busticket ist, uns aber 8 h Fahrzeit erspart. Die zweite Änderung ist, dass wir die ersten beide Tage von Dunedin in der Yha verbringen und noch nicht bei Annie Grant, da sie im Schullager weilt.
Soviel bis jetzt, wir sind glücklich mit unserem Reiseplan und lassen später wieder mal was von uns hören. Internetzugang wird nun schwieriger! Rosmarie und Ernst
29.11.2005
Kia Ora
Der zweite Arbeitstag hier in Cliften war von schönem Wetter geprägt, jedoch war es nur an der Sonne angenehm warm. Des nachts sinken die Temperaturen auf 10 Grad ab und auch der Wind ist recht kalt. Dennoch war es mit einiger Überwindung - nach getaner Arbeit mit (häckseln) und Ästen zubringen - ein Genuss in den Pool zum Schwimmen zu gehen. Während Ernst mit Chris die Häckselmaschine zurückbrachte, da gibt es in der Nähe ein Geschäft, da kann man sich fast alles ausleihen, vom Grill bis zur Mähmaschine.
Zwischenzeitlich führte ich mit Silvia am Pool ein interessantes Gespräch und wir entdeckten viele Gemeinsamkeiten, auch erfuhr ich, das ihr Mann Chris viele Jahre vollzeitlich als Osteopath in Christchurch gearbeitet hat und auch sie war in dieser Praxisgemeinschaft vollzeitig im Büro mit der Koordination usw. beschäftigt. Gemeinsam beschlossen sie auszusteigen und bauten hier ihr Reich auf, wobei sie weiterhin für 2 Tage die Woche dem Beruf hier nachgehen. Ihr Reich erstreckt sich über 15 ha und liegt zum grässten Teil in steilem Gelände, welches sie vom Weideland im oberen Teil wieder zurückforsteten und im unteren Teil Avocados, Nüsse und Orangen anbauen. Die Steile konnten wir in der ganzen Dimension am vierten Tag erleben, als wir mit ihnen den Berg hochfahren konnten zu einem Fest, welches von einem Musikerpaar (New Age Leute, einfache Unterkünfte, Tipi, Pferde, Schafe, Ziege, Hühner, Hometeaching) das hier das halbe Jahr lebt und den Rest in England, wo sie ihre musikalischen Auftritte haben. Auch dort sollen sie Pferde haben und das Haus wird jeweils in der Zwischenzeit gehütet, natürlich mit der Arbeit dazu. Von hier oben wanderten wir mit handgemachter Karte und Beschrieb zum Teil durch den Busch zurück, Nicht ganz einfach, aber wir schafften es. Unterwegs sahen wir am gegenüberliegenden Hang viele wilde Ziegen. An diesem Tag war zuvor die Arbeit mit Mulchen unter die Fruchtbäume. Das Wetter ist weiterhin schön und es wird etwas wärmer. Schon war der letzte Arbeitstag 4 1/2 h jeweils, nochmals mulchen. Die restliche Zeit hatten wir das Auto zur Verfügung und machten kleinere Ausflüge in der Gegend mit tollen kleinen Wanderungen. Wirklich auch eine interessante Gegend. Gerade da sind es noch 40% Deutsche, und so hatten wir noch mehrere Kontakte.
Unser erster Arbeiteinsatz war lehrreich, interessant und brachte uns das Land und die Leute auch wieder etwas näher. Aber die Leute müssen auch da dafür hart arbeiten.
29.11.
Wauuu... Eine Busfahrt - mit Fotohalt - wieder über den Pass (Takaka - Nelson) zurück und diesmal mit bester Sicht. Der Bus lud uns gleich beim Airport ab, wo wir gemütlich das Frühstück einnahmen und auf unseren Flug warteten. Auch dieser war von wunderbarem Wetter geprägt und landschaftlich sehr interessant. Wir hatten natürlich beide Fensterplätze gebucht! Nun haben wir eine Stadtbesichtigung (Christchurch) gemacht auch mit dem alten, nostalgischen Tram. Diesmal ist die Unterkunft in einer grossen YHA und schon morgen geht es weiter nach Te Anau und Manapouri, auf zu unserem Segeltripp in den Doubtfulsound.
Etwas weniger erfreut sind wir vom Bericht, dass es Ernsts Mutter nicht gerade gut geht und sie im Spital liegt. Wir hoffen, dass alles zum Besten kommt.
Tschüss bis zum nächsten Reisebericht
12.12.2005
Kia ora
Nach einer 11 h Busfahrt sind wir gut in Manapouri angekommen. Kurz nach Christchurch begann es zu regnen, doch bald gab es wieder bessere Fernsicht und im Southland schien die Sonne. Die Fahrt führte uns immer wieder über Hügel auch etwas dem Meer entlang, dann lange Flach- und auch Naturschutzgebiete, wirklich eine interessante und abwechslungsreiche Fahrt, ahh und nicht zu vergessen, der Übergang zu mehr Hirschfarmen. In Manapouri waren wir dann doch recht abgelegen, es gab gerade noch eine Telefonkabine und einen kleinen Shop. Aber das machte weiter ja nichts aus, denn anderntags starteten wir schon in den Douptfulsound. Im Herzen die Nachricht, dass es Ernsts Mutter gesundheitlich gar nicht gut geht, aber auch im Wissen, dass sie eigentlich von dieser Welt Abschied nehmen möchte. Und wir die nächsten Tage nicht erreichbar sein werden so stiegen wir in dieses Abenteuer.
Früh Morgens per Schiff über den Lake Manapouri (Ähnlich dem Vierwaldstättersee) Besichtigung des Wasserkraftwerkes, dann über den Pass hinunter zum Meer und auf das Segelschiff. Nur kurz konnten jedoch mal die Segel gehisst werden, sonst hiess es, dass es zu wenig Wind hätte oder aus der falschen Richtung. Delphine zeigten sich recht bald, jedoch nur kurz. Das Wetter war ganz schön auf der Meerseite, zuvor auf der andern Seite, war es neblig. Das fühlte sich fast so an, wie beim Liechtensteinischen Malbun, wo man oft auch diesen Wetterwechsel erleben kann. Nach einigen Stunden Fahrt liess man den Anker runter und wir konnten in ein kleines Boot umsteigen um an Land, resp. in den Regenwald gehen. Diese Bilder kann man fast nicht beschreiben so fantastisch und plötzlich steht da kurz vor mir eine grosser Vogel oder eher Huhn, was sich dann als Weka entpuppte (flugunfähiger Vogel).
Gutes Essen gab es hier an Bord dieses kleineren Segelschiffes natürlich auch. Wir waren also nur 9 Personen. Am zweiten Tag gab es eine grosse Fahrt im kleinen Boot auf einem Zufluss, einfach einsame Welt und wunderbare Fauna, Tiere etc. Dann ging es weiter mit dem Segelschiff, oder sagen wir besser mit dem Motorschiff hinaus zum Eingang des Sounds, da wo die Seals, also diese speziellen neuseeländischen Robben hausen. Da konnten wir längere Zeit diese Tiere vom Schiff aus beobachten, des weiteren zeigten sich einige Pinguine. Schon war die letzte Nacht auf dem Boot und am nächsten Tag regnete es wirklich, das was hier eigentlich normales Wetter ist. und so zeigten sich die Wasserfälle in ihrer vollen Pracht. Auf der Rückreise begleiteten uns längere Zeit die Delphine (Sprünge wie in einem Tierpark). Einfach herrlich ihnen so zusehen zu können. Dann wieder zurück über den Pass und den See. Schlafen im Backpackers.
Bei der Ankunft in der "zivilisierten Welt" erreichte uns die Nachricht, das Mutter etwa zu der Zeit ihre Reise in die andere Welt antreten durfte, wo wir wieder festen Boden unter die Füsse bekamen. Gemäss unserer Absprache mit ihr zuvor, setzten wir unsere Reise fort und machten unsere eigene Verabschiedungszeremonie.
Nach Te Anau brachte uns ein anders Paar vom Schifftrip hin, da es hier keine Busse gibt. Wiederum genossen wir die Busfahrt und erreichten am Sonntag unseren zweiten Arbeitsplatz auf einer Schaf und Hirschfarm. 170 ha, 1400 Mutterschafe, 360 1-jährige und ca. 2000 Lämmer, 12 Hirsche die gerade ihre Jungen bekamen und am letzten Tag bekam eine Sau auch noch ihre Jungen.

Hier bestand unsere Arbeit im Schafe in den Verteiler zu bringen. Die Mutterschafe von den Lämmern zu trennen und den Lämmern das Entwurmungsmittel einzugeben, die dreckigen Hinterteile der Lämmer wurden abrasiert um hernach getrennt wieder auf die Weisen zu gehen. Das Zusammentreiben passierte manchmal wie in einem Wildwestfilm nur war der Unterschied, dass wir im Auto sassen und nicht auf einem Pferderücken. Hier waren wir in unserer Freizeit etwas mehr an den Ort gebunden, da es auch per Anhalter nicht immer ganz einfach ging. Allerdings konnten wir jeweils mit Veil mitfahren, wenn sie zu ihren Reitlektionenerteilungen fuhr, da war es auch ab und zu möglich kleinere Wanderungen zu machen. Die Einrichtungen waren eher alt bis Schrotthaufen, aber alles war noch da vorhanden, selbst das zerfallene Geburtshaus von Collin, welches aber in den hohen Bäumen versteckt war. Das reizte uns für Entdeckungen und da kam auch eine wilde Katze mit ihrem Jungen hervor. Natürlich durfte auch da nicht ein altes Auto fehlen (Jaguar) mit welchem man sich bei bestimmten Festen zeigt, dies war gut beschützt unter einer Autoblache.
Weiter ging die Busfahrt nach Dunedin wo wir 2 Nächte in der YHA verbrachten, da unsere Gastgeberin hier noch in einem Schullager weilte. So mieteten wir gleich ein Auto um die Zeit hier optimal geniessen zu können, das kann man hier gleich von der Busstation aus tätigen und geht recht einfach. 2 volle Tage konnten wir nun die Otago Penisula geniessen, wo man viele Seals Seelöwen, Pinguine, Albatrosse (Möven mit 3m Flügelspannweite) und anderes Federvieh beobachten kann. Allerdings wird auch hier mit vielem ein Geschäft gemacht und man kann nicht auf eigene Faust dahin, was aus der Karte nicht ersichtlich war. Wir fanden dann aber auch recht einsame Orte, wo wir die Tiere gut beobachten konnten. Das tollste Erlebnis war gestern Abend, als die Pinguine vom Meer zurück ans Land kamen und in Sichtnähe ihre Fischfangsprünge zeigten, sodass Ernst zuerst meinte, es seien Delphine. Einfach niedliche, putzige Tiere. Den Flügen der Albatrosse konnte ich lange nachträumen, 1 Flügelschlag und dann langes segeln im Wind. Des weitern begingen wir die steilste Strasse der Welt hier und sind nun in einem Vorort bei einer Swiss Ping Pong Familie. Wau… und hier gibt es wiedermal einen Gemüsegarten. Sie haben 4 acres Land, Schafe (12 jähriger Widder), 1 Ziege, Hund und Katze. Allan hat ein eigenes Geschäft (Familienbetrieb) welche Spielplätze bauen, einrichten oder mit den freiwilligen Helfern von Schulen installieren. Anni ist Erzieherin und arbeitet in einer Schule als Helferin für die Behinderten, welche hier in der Regelklasse integriert sind. Die Behinderten besuchten gerade hier den Platz und durften die Tiere füttern.
Schon bald geht es auf eine spezielle Touristenbahnfahrt. Die meisten Bahnlinien sind hier ja eingestellt, werden aber stückweise von Privaten als Highligts angeboten. So sind wir nun gespannt, was uns da erwartet und hoffen auf relativ gutes Wetter, ich hätte es vor allem gerne etwas wärmer.
Die Leute hier kleiden sich zwar auch bei Temperaturen von 15 Grad wie bei uns im Hochsommer.
Also Tschüss bis zum nächsten mal.
Rosmarie und Ernst
2.1.2006
Kia Ora and Happy New Year
So... nun ging es einige Zeit nicht mehr gut mit dem Tagebuchschreiben. D.h. einmal haben wir einen ganzen Bericht im Word geschrieben, abgespeichert und wollten den am nächsten Tag absenden und da brach zuvor bei unserer Gastgeberin der Internetanschluss ab. Lange meinten wir, dass wird sich noch geben und sie könne uns diesen Brief nachsenden, doch da kam nichts. Also nun wieder von vorne...
Da waren wir noch in Dunedin, gingen auf eine historische Bahnfahrt, welche sehr abwechslungsreich war. Dazu muss man wissen, dass fast alle Strecken für den Personentransport eingestellt wurden und nur noch Teilabschnitte für touristische Zwecke genutzt werden. Abends sassen wir mit unserer Gastgeberin im Spa (Wirlpool) im Garten umrandet vom Busch unter dem Sternenhimmel. Tags darauf ging es bereits weiter per Bus nach Christchurch, wo wir eine weitere Nacht in der YHA verbrachten. Wir wollten hier noch einiges besichtigen, aber immer kamen wir zu spät. Hier schliesst alles bereits um 16 oder 17 Uhr. Mit einem Shuttle wollten wir noch zu einem speziellen Platz und der Fahrer sagte auch, das er um 17 Uhr fahren werde, doch als wir zur Zeit kamen, war nichts mehr da, nicht mal mehr das Aushängeschild. Das ist halt wohl so in der freien Marktwirtschaft, ev. hatte er schon genug Geld im Sack.
Anderntags gratis Bus zum Bahnhof. 1/2h vorher einchecken, Sitzplatz vorgeschrieben, dafür wird man nach der Staatszugehörigkeit gefragt und siehe da, da sitzt ein anderer Schweizer im Abteil, welcher per Fahrrad in NZ unterwegs ist. Das gab einen recht netten Austausch während der Fahrt. Auch hier wahr die Fahrt über den Arthurspass sehr interessant. In Grymouth umsteigen in den Bus, was gar nicht so schnell vonstatten ging, da der Busfahrer nicht vor der Zeit erschien und dann hiess es zuerst mal Gepäck nach Aussteigeort zu verladen... schwitz.... schwitz... Schweiss abtrocknen. Ja. so schwere Koffer und Rucksäcke verladen verlangt doch einige Kondition, denn hier war es nun wirklich schönes, warmes Wetter.
Endlich im Bus, sammelte er zuerst mal die Tickets ein, obwohl er zuvor die Namensliste checkte. Mit 1/2h Verspätung - ohne dass jemand das zu stören schien - ging es dann auf die Fahrt mit extra Halt für Halters, da unsere nächsten Gastgeber an dieser Strasse wohnten, aber nicht in der Stadt Hokitika, was an der Westküste von der Südinsel liegt. Wunderbarer Platz am Meer mit viel Sandvorlagerung und Schwemmholz. Barry und Esther haben sich hier ihren Traum verwirklicht und halten hier 3 Rinder, 16 Schafe und haben einen Gemüse- und Fruchtgarten. Barry ist pensioniert aber wird als Arzt ab und zu noch mal zum Einsatz gerufen. Esther ist Krankenschwester und arbeite 3 Tage die Woche, daneben gibt sie noch Impfberatung. Hier konnten wir das Auto benutzen und so auf etliche Ausflüge mit Wanderungen gehen. Da erwischte es uns doch recht auf dem Kaniere Walkway. An den Ausgangspunkt führten uns die Gastgeber und am Zielort wurde für uns ein Auto bereitgestellt. Das ist ein Buschwalk und das Eintreten war wie in einen Märchenwald, doch schon bald kam die Prüfung, denn es begann zu Regnen.
Na, ja, wir sind ja auch dazu ausgerüstet... aber oha, da versinke ich plötzlich bis zu den Waden, komme fast nicht mehr raus... aber weiter geht es. Regen... Regen... Der Wasserpegel steigt in den Bächen und da fehlen Brücken... Zuerst ziehen wir noch die Schuhe aus, später durchwandere ich mit den Schuhen diese Bäche, so wurde sogar alles gewaschen. Zurück konnten wir ja nicht, da es einsamste Gegend war und auch kein Handy funktionierte und eben das Auto am Zielort stand. Nun, nach 5 Stunden erreichten wir das Auto und so gab es nun erst mal trockene Kleider (wer da hatte) und eine richtige Pause, sprich Schlafen, bevor wir noch in die Stadt fuhren. Als wir um 18. 30 zurückkamen trafen wir einen besorgten Barry an, der schon begann einen Suchtrupp für uns zu organisieren. Er war so froh über unser dasein, dass die "Schelte" ausblieb. Küstenwanderungen und Bad in den recht hohen Wellen, Kiwi(Tier)- Besichtigung und auch Goldwaschen in einem Fluss (fanden sogar) und die Fahrt zum Franz Josefgletscher, mit weitern Buschwanderungen und Seebaden, waren so hier unsere Aktivitäten. Was uns bei der Fahrt zum Franz Josef Gletscher beeindruckte war, dass wir nur 20 Autos begegneten auf den ersten 100 km und das bei einer Abfahrtszeit von 7.30. Das so als Vorstellung von diesem doch recht einsamen Gebiet, obwohl hier der Touristenstrom durchfährt. Schon wieder hiess es Abschied nehmen und mit dem Bus nach Nelson weiter.
Unterwegs gab es eine halt bei den Pankakes Rocks und zu guter letzt lieferte uns der Bus gleich vor der Haustüre der Gastgeberin in der Vorstadt ab. Das nennt man Service!
Anderntags weiter mit dem Bus nach Picton - vorbei an der Fromm Winery (Alter Turn und Weinlesefreund von Malans, der 1/2 Jahr in Neuseeland und das andere 1/2 Jahr in Malans Wein produziert.)
Das Wetter war wiederum herrlich und so genossen wir die Überfahrt auf die Nordinsel. Dort wurden wir wiederum von der Gasgeberin von Wellington und Palmerstone North abgeholt und nun zu einem Hotel gefahren, da sie im Moment haus- und appartementslos waren. Das Appartement hatten sie verkauft und eigentlich ein neues beziehen wollen, da war aber etwas mit den Papieren nicht in Ordnung und in Palmerstone North hausten bereits andere Gästetauscher. So wohnten sie bei der Tochter oder eben jetzt mit uns im Hotel. Aber sie scheinen das mit Humor zu nehmen.
Anderntags wieder weiter nach Wanganui, zum Quaker Settlement wo wir Rosmaries Geburtstag und die Weihnachten verbrachten. Das war ein bekannter Ort für Rosmarie und sie blieb mit diesen Leuten, vorallem mit Anne (Deutsche) in Kontakt.
Der Geburtstag konnten wir nicht wie geplant mit einer Kanufahrt auf dem Wanganuifluss verbringen, da er nach tagelangen Regenfällen Hochwasser führte. Aber die Fahrt mit dem Postmann entlang dieses Flusses entschädigte uns dafür, und war auch sehr privat.
Weihnachten im Sommer, schon etwas spezielles und dazu noch mit deutsch gesungenen Weihnachtsliedern, nebst den englischen. Dazu trafen sich einige vom Settlement bei einer Familie zu Hause. Zur festlichen Stimmung konnte ich mit meiner Panflöte beitragen.
Anderntags zum Quaker Meeting in die Stadt und weiter per Fahrrad zum Meer. Kaum zu glauben, aber alle Läden, selbst die Tankstelle war geschlossen, fast eine unheimliche Ruhe und das in der Stadt.
So und dann ging es weiter, wo wir nun in 3 verschiedenen YHA Logierten. Zuerst Taurangi wo wir unsere Freunde Friedel und Lia - welche auch auf grosser Reise sind - trafen. Und dann der grosse Walk, den Tongariro Crossing von 8 -9 h, welcher über die Vulkanberge führte. Herrliche Rundsicht, farbenprächtige Seen, rauchende Stellen, Craterlandschaften usw. Weiter nach Taupo, wo es zu Regnen begann, dennoch wanderten wir mit unseren Sandalen und Regenbekleidung plus Schirm zu den Hukka Falls und genossen auch im Regen das heisse Quellenbad. Unser Zimmer in der YHA war recht klein und mit Wäschehänge bestückt, dazu mussten wir auch hier noch den Resten unseres Abendessens einnehmen, da hier die Küche um 22 Uhr geschlossen wird und Halters halt wiedermal spät dran waren.
Weiter nach Rotorua, wo wir ein Auto mieteten damit wir schneller zu den Sehenswürdigkeiten und Abstechern fahren konnte. So besichtigten wir einige interessante rauchende und spritzende Thermalgebiete, besuchten Tanzschauen, assen das Hangi (Maorimahlzeit im Dampf gegart) und sassen in einem Mudbad.
An den Schwefelgeschmack gewöhnt man sich recht schnell ausser, wenn wiedermal so ein starker Geruch daher kommt. Und auch da gab es kleine Wanderungen.
So, und wieder weiter mit dem Bus. Nach kurzer Busfahrt sind wir nun fast im Paradies gelandet, wo wir den Silvester in der Familie unserer Gastgeber verbrachten. Mitternachts waren wir dann aber alleine am Strand, im Kerzenlicht umgeben von Feuerwerk usw.
Und nun geniessen wir einfach diesen Ort, d.h. wollten so richtig geniessen, aber der Bus in die Stadt fährt halt nur an Werktagen. Man merke sich, dass auch der 2. Jan. ein Feiertag ist und selbst auch der dritte soll hier ein Feiertag sein, also warteten wir vergebens an der Bushaltestelle, doch jemand nahm uns in die Stadt mit und da schrieben wir weiter an unserem Brief und sage und schreibe, da stürzt der PC wieder ab und der Brief ist verloren... puhh
Nächster Internetladen... wieder von vorne anfangen. So nun hoffen wir, das alles gut geht und ihr diesen Brief erhalten werdet. Dazu wünschen wir Euch allen ein gutes Neues Jahr, wir senden Euch dazu etwas Sonne von hier.
Rosmarie und Ernst
14.1.2006
Die Zeit in Ohope vergieng viel zu schnell, und wir mussten doch schon wieder einpacken. Wenn der Rucksack zur Kommode wird, ist es wichtig genau zu wissen wo man die Sachen hat ohne, dass man immer gleich alles auspacken muss. Langsam scheint das auch bei Ernst zu klappen, zuvor hiess es immer, weiss doch nicht wo das... ist, irgendwo im Rucksack!

Nun ist der 6.1. und wir sind nun in Hawai, haben gerade etwa 150 Kühe gemolken, trotz Dusche und Nagelbürste "schmecken" die Finger immer noch, aber es hat Spass gemacht. Und der Platz ist wunderprächtig, nahe am Meer, etwas erhöht. Nur wenn man am melken ist sieht man nur noch Kuhbeine, werden doch 40 Stück Vieh zur selben Zeit gemolken, während auf der andern Seite der Kuhwechsel statt findet. Das unangenehmste ist wohl, wenn eine Kuh so richtig zu "plutern" beginnt, wenn man gerade die Melkmaschine anhängen will. Da werden keine Schwänze hochgebunden, keine Euter gewaschen, das erledigt, dann alles der Filter oder die Pasterisierung. Kein Wunder, damit geht alles viel schneller und in kurzer Zeit sind die 400 Kuhe gemolken. (8 Min für 40 Kühe) 1 x am Tag holt der Tankwagen die Milch. Zu zweit wird normalerweise diese Arbeit gemacht.
Unsere Gastgeber hier, also dieselben vom Beachhaus in Ohope lebten hier nun für 4 Jahre und haben nun genug Geld gemacht um in den Ruhestand zu gehen, irgendwie läuft der Gewinn über Investoren via Amerika und vermehrt sich erheblich. Jeanette arbeitet zwar noch weiter Teilzeit in einem "Giftshop", aber sonst wird nun das Haus in Ohope ihr alleiniges Zuhause sein. Hier waren sie ja zur miete mit den eigenen 400 Kühen und Maschinen. Das sei alles leicht zu verkaufen. Das Vieh geht zu einem Viehändler und die Maschinen versucht er privat zu verkaufen. Ev. übernehme der Nachfolger/die Nachfolgerin etwas davon, aber das sei nicht seine Sache, da die Nachfolge durch den Farmbesitzer (das ist also nicht unser Gastgeber) geregelt wird. Sie hören am 1. Juni. Zuvor ist unsere Gastgeberin mit ihrer Tochter auf Europareise und auch Gast bei uns, so ist hier schon Aufbruchstimmung und es kommt mir vor, als wenn wir zügeln müssten. Zum Glück sind aber nicht wir dran!
7.1.
Eine schöne Busreise brachte uns mehr in den Norden auf die Coromandelhalbinsel, wo wir den letzten Rest per Anhalter bewältigen mussten, da es hier keinen Bus mehr gibt. Die Ankunft im tibet. buddhistischen Zentrum verlief etwas stürmisch, da 10 Min später die Gruppenmeditaion anfing und so wurden wir etwas überrumpelt und fanden uns in verschieden Räumen wieder, Woofer haben hier geteilte Schlafräume und nach Geschlecht getrennt. Ohh... Nun, nach 3 Tagen entschieden wir den Platz zu verlassen - es war ja auch Ernsts Geburtstag - und nur wenige Schritte entfernt konnten wir etwas anderes beziehen und gehen für diese Nacht in ein Buschhäuschen.
Dafür war die Arbeit hier leicht und am Nachmittag konnten wir ausgiebig wandern oder baden. So waren wir gestern auf einem längeren Buschwalk zu einem Wasserfall mit Badebecken, wirklich ein wunderbarer Ort und wir wähnten uns im Garten Eden.
14.1.2005
Ja, und was ist uns so alles aufgefallen, das noch nicht erwähnt wurde? - dass die meisten Neuseeländer den öffentlichen Verkehr nicht nutzen, resp. den kaum kennen, dem auch nicht den Vortritt auf der Strasse gewähren.
Die Busse waren zum Teil eher schlecht besetzt, ausser auf den Hauptrouten. Dafür bekommen sie nun immer mehr Verkehrsprobleme in den Städten. Die meisten Familien besitzen mindestens 2 Autos und die 16 jährigen dürfen hier bereits fahren, so stehen nicht selten 4 - 6 Autos vor dem Haus. Und all die Boote, wenn ich da so rumsehe - und da sehe ich viele grossen Hausboote - da muss bestimmt die Hälfte der Neuseeländer eines besitzen, dafür brauchen die meisten weniger Geld für Kleider. Da sieht man den Arzt im ausgefransten Unterhemd, die Sekretärin zu Hause im etwas verschlissenen T-Shirt und mehr Löcher in den Socken als die eigentliche Bedeckung, aber es sind Wollsocken und geben immerhin noch 40% Wärme. Oder, wenn die Ferse bei den Kniesocken durch ist, dann nehme man 1 paar kurze Socken, und ziehe diese darüber an. ja, Ideen muss man haben.
Finanziell lässt es sich hier sicher günstiger Reisen als in der Schweiz, da es vor allem fast in jedem Ort Packpackers hat - oft sogar mehrere. Die Preise lassen sich hier gut sehen. So bewegten sich diese für 1 Doppel resp. Twin (was wir bevorzugen, da es da keinen Deckenkampf gibt) so zwischen 18 und 25NZ$. Nur in Auckland am Flughafen etwas mehr. Und wie ihr gehört habt oft mit Abhol- und Abladeservice vom öffentlichen Bus. Wenn das nicht der Fall war, dann offerierte die Unterkunft oft einen gratis Abhol- und Rückbringservice.
Nun ist der 25.1. und wir sind in Bali und es regnet und regnet... also Zeit sich nochmals mit dem Internet abzugeben, nachdem wir vor 2 Tagen schon mal unseren Bericht schrieben und plötzlich, als wir es senden wollten war alles wider unwiderruflich weg... kennen wir doch!
Also, wo waren wir... Das beeindruckende von Neuseeland...
Das waren sicher die vielen Buschreservate, tolle Strände, klares Wasser, die Grösse der Farmen und des Landes und natürlich die relative Gelassenheit der Menschen.
Dann noch von Whitianga, wo wir eine Unterkunft im Familienwohnung hatten, den wir mit 3 Koreanerinnen teilten. Aber das habe ich glaube ich noch geschrieben. Da war auch plötzlich eine Riesenaufregung und der Besitzer verfrachtete uns in einen Van, fuhr zum Fischerhafen und dann zum Kühlhaus, da zeigte man uns einen Riesenfisch von 278 kg, den jemand gefangen hat. Wirklich beeindruckend diese Grösse.
Weiter mit dem Bus nach Thames, Abholdienst vom Backpacker und jetzt sind wir in einem Gebäude aus der guten alten Goldgräberzeit. Darauf sind die Neuseeländer besonders stolz, denn da beginnt ihre Geschichte. Sie beneiden uns auf die viel ältere Geschichte unseres Landes, was uns zwar etwas eigentümlich vorkam, aber so ist man ev. wenn man sich von den Wurzeln entfernt hat, dass man doch wieder danach sucht. Hier mieten wir auch nochmals ein Auto um an einen Ort zu gelangen, wo wir mittels 3 h Wanderung nochmals zu Kauribäumen gelangen konnten. 7 1/2 mal meine ausgestreckten Arme, war der Umfang des Grösseren.
... zur Sicherheit abgespeichert, um wieder zum Text zurückzukehren braucht der PC 7 Min. da ist Geduld angesagt, was ich doch noch nicht so balinesisch in mir habe....
Von Thames ging es anderntags wieder mit dem Bus nach Auckland, doch da schnaubte und stank plötzlich der Bus und er schaffte es gerade noch mit ach und krach zu einer Autobahnausfahrt. Warten, auf einen Entlastungsbus, in den grossen weiten Gemüseplantagen, da stiegen dann einige um mit deren Gepäck und mit dem Resten schaffte es der Bus noch bis in das Terminal nach Auckland. Mit 1 stündiger Verspätung waren wir denn auch da, Taxi zur Bushaltestelle des Buses zu unserem nächsten Quartier. Der Bus fuhr rund 3/4 h in der Stadt und dann waren wir da und zwar ganz in der Nähe des Flughafens, so dass wir am morgen nur 10 Min. brauchen. Der Besitzer organisierte auch gleich das Taxi für den Morgen... und... ach Rosmarie, kennst du die Neuseeländische Zeitangabe immer noch nicht? Jedenfalls waren wir noch am schlafen, als wir unsanft geweckt wurden, da das Taxi bereits warte, wir müssten 2 h vor Abflug da sein und nicht 1 wie ich meinte.
Schnell einpacken und ab mit dem Taxi, grosse Warteschlange vor den Schaltern, Zeit unser Gepäck noch in Plastik einzupacken. Durch alles durch und ich hörte schon den letzten Aufruf, wir sprangen zu dem Gate um zu erfahren, dass das gar nicht unsere Maschinie ist, welche auch nach Sidney fuhr, also zurück. Ernst schon mal bleich und ich recht nervös. Als wir entlich an unserem Gate waren, hiess es erst noch warten! Phuu... was habe ich nur zuvor gehört? Für beide ein Fensterplatzflug, aber bald in den Wolken und auch über dem Wasser.
Sidney; Zeit für eine Massage, da mir das Gesäss nach dem Kajakfahren doch wieder etwas Probleme bereitete. Weiterflug über die Australische Wüste, welche nicht mehr enden wollte (mehr als 2 h) das rot und gelb und ab und zu eine gerade Linie der Strassen waren sehr beeindruckend.
Bali. Der Abholservice vom Hotel klappte wunderbar und wir liessen uns wie vornehme Gäste zum Moneychanger und Unterkunft bringen. Nach 3 h erreichten wir unsere Unterkunft im Nordosten von Bali, eine der ärmsten Gegenden des Landes. Wir staunen ob den guten Autos welche inzwischen hier benutzt werden und den vielen Motorrädern. Velos sieht man fast keine mehr, dafür sitzt oft auch die ganze Familie auf dem Motorrad. Das Helmobligatorium wurde zwar eingeführt, aber vermutlich noch keine Platzzahlbeschränkung. Wir fahren in einem Van mit Aircondition, was wir gar nicht zu schätzen wissen und so werden nach altem Stiel die Fenster geöffnet.
Wunderbare, in balinesischem Stiel und Material errichtete Unterkunft, einzig, die Strasse wirkt manchmal etwas störend, aber wir sind einige Meter höher am Hang, doch das knattern der Motorräder ist unüberhörbar. Unsere Unterkunft ist 2 stöckig offen und mit 2 grossen Betten und einfacher Möbilierung. Endlich mal wieder auspacken, denn jetzt brauchen wir nur noch die leichteste Bekleidung und die Taucherbrille mit Schnorchel. Zu Beginn ist das Meer recht unruhig und wir machen einen Ausflug nach Thirtaganga - heiligen Bäder aus früheren Zeiten und Badang Bay, wo die Fähre nach Lombok jede 1 1/2 h fährt. Die Zeit reichte nicht mehr um zurück zu kehren und ein privat Transport kostet mehr als eine Übernachtung mit Frühstück. So lassen wir es gut gehen in einer einfachen Unterkunft und geniessen noch eine Fahrt auf einem Fischerboot zu einem tollen Korallenriff. Ausgerüstet mit Taucherbrille und Schnorchel schwammen wir wie in einem Film mit den schönsten Korallen und vielen verschiedenen farbigen Fischen. Wirklich lohnenswert, auch wenn wir hier bei unserer Unterkunft auch davon was haben, mit nicht ganz so vielen Fischen. Auf der Rückfahrt besuchen wir das prähinduistische Dorf Tenganan, welches nach strengen Regeln wie in einer Kommune lebt.
Wenn man so unterwegs ist ist man auf Schritt und Tritt konfrontiert, dass der Tourismus am Boden liegt und alles reisst sich förmlich um die Touris. So kann man sich fast nicht frei bewegen ohne dauernd nach dem Transportwunsch gefragt wird oder dann woher seid ihr, wie ist ihr Name, wie lange belieben sie in Bali und wo ist ihre Unterkunft. Ach... da möchte man mal sich in Ruhe in der Stadt bewegen, doch der Fahrer fahrt gleich neben an und senkt den Preis, wenn wir doch nur entlich einsteigen wollten. So war es oft das Beste sich wieder in so einem Bemo oder Culik (öffentliche Verkehr) zu sein, da hatte man denn seine Ruhe, nach dem Umsteigeprozedere. Auch hier in unserer Unterkunft waren wir die ersten 4 Tage die einzigen Gäste und jetzt sind alle 4 Häuschen besetzt, was als grosses Glück gilt. Wir dürfen uns von 8 Menschen freundlichst bedienen und verwöhnen lassen, nebst den Masseurinnen, die eine volle Stunde dich mit Kokosnussöl von Kopf bis Fuss massieren.
Besuch erhielten wir von 4 Beinen, Fell und langem Schwanz und dieses Viech biss sich durch meinen Rucksack zu einem kleinen, verschlossenen Beutel Kakaopulver durch, da war auch keine Spur von Pulver mehr zu finden, aber eine beträchtliche Lücke in meinen Rucksack. Nun kam mein Nähzeug und ein abgetrenntes Balisignet zum Einsatz, aber das wollte unbedingt jemand vom Staff und so habe ich denn nun eine "Schnurpf" und zum Teil mit der unteren Hälfte vernäht (Miriam, kennst du das?) dafür mit viel Fleiss und von Herzen und das mit doppeltem Sternlifaden!
Gestern waren wir mit dem Bike unterwegs, doch schon nach kurzer Zeit rutschte der Lenker aus der Fassung, gut dass man ein Schweizer Sackmesser dabei hat. Etwas später verlor Ernst die Pedale. Phuuh... nun galt es doch umzukehren, denn so hatte es keinen Zweck und noch etlichemale mussten wir die Sackmesserreparatur vornehmen. Die Bikes sahen sehr gut aus, fast wie neu, aber eben halt doch von der billigsten Sorte. Dafür machten wir unterwegs bei einem Hotel/Restaurant halt, bestellten uns einen Drink und etwas zu Essen, derweilen wir uns im Swimmingpool erfrischten und alles da hin serviert erhielten. Auch hier keine Gäste, obwohl gute und schöne Anlage. Wie lange sich da wohl solche Unterkünfte erhalten können? Wir sind grosszügig mit dem Trinkgeld, dafür wollen sie nun unbedingt noch einen Kaffee spendieren.
Die Touristen fehlten auch über Weihnachten und Neujahr. Morgen haben wir wieder einen privaten Transport organisiert, der uns auf einer speziellen Besichtigungsroute nach Ubud fährt, wo wir die letzten Tage verbringen wollen und uns auf die Rückkehr einstimmen.
Nach dieser langen Abwesenheit freut man sich einerseits, aber andererseits könnte vorallem ich (Rosmarie) einfach wieder weiter reisen.
Also, dass war es denn und wir hoffen wir überwinden den Kultur- und Temeraturschock gut. Bis bald wieder zu Hause
Gruss Rosmarie und Ernst
2.2.2006
Hallo Zäme
Das war also Bali im Jahre 2006. 11 Jahre nach meinem letzten Besuch und diesmal machte sich die Regenzeit sehr bemerkbar. Es blieb nicht bei letzten Regen, wo es dafür Zeit für einen Reisebericht gab. Ausser den letzten beiden Tagen regnete es immer mal wieder. Das heisst, einfach immer unterwegs mit Regenschirm, aber die Temperaturen sind dazu ja angenehm und das Wasser hat auch immer noch 28 Grad, sodass Ernst nie „japsen“ musste beim Einstieg. Und Schwimmen bei Regen ist für uns nur etwas gewöhnungsbedürftig, aber beides hat mit Wasser zu tun, sollte sich also gut vertragen.
Nach unserem angenehmen Häuschenaufenthalt (grosses Losmen, 2 stöckig mit grosser Veranda) im Nordosten von Bali liessen wir uns auf einer speziellen Route nach Ubud – die einstige Künstlerstadt – fahren, dabei besuchten wir einen grossen Tempel, wo wir uns mit ihrem Ritual und Bekleidung vertraut machen mussten, bevor wir Einlass fanden. Es ist immer wieder beeindruckend wie viel Kunsthandwerk da vorhanden ist und welche Symbolik dahinter steht. 11 Jahre nach meinem letzten Besuch hier oben im Norden von Bali, besuchten wir mein damaliges Kurszentrum, welches sich in der Zwischenzeit sehr verändert hat, aber immer noch im eher einfachen Stil gehalten ist. Da waren auch einige Gäste anzutreffen. Ob es ein Kurs war, brachte ich aus Zeitmangel nicht in Erfahrung, aber was auffiel, war, dass auf dem Weg dorthin, ca. 15 Min zu Fuss von der Hauptstrasse, nun etliche Shops (Strassenläden) anzutreffen sind, was es damals gar nicht gab. Überhaupt scheinen die Strassen mehrheitlich von Shops geprägt zu sein und der Blick in die freie Natur war sehr eingeschränkt. Nur auf der Fahrt hinauf Richtung Batur (Vulkanberg) erhält man noch gute Ausblicke, erkennt man noch Dorfabgrenzungen. Oben in Panelokan leisteten wir uns in einem Restaurant ein Buffetessen (über 100 Sitzplätze und wir als einzige Gäste!), mit tollster Aussicht hinunter in die Caldera, wo man nebst der schwarzen Lavamasse – vom letzten Ausbruch – in einen noch aktiven Krater sieht und daneben/darunter die üppigen Gemüsefelder. Die Vulkanspitzen waren in den Wolken, aber wir waren dankbar, wenigstens diesen Blick erheischen zu können. Ein Bad in den heissen Quellen unten beim Batursee – also immer noch in der Caldera haben wir sehr genossen. Mittlerweilen ist da eine tolle Anlage und man wurde mit einem Fruchtsaft und molligen Badetüchern verwöhnt.
Die Hänge hinunter Richtung Ubud sind geprägt von vielen Fruchtbäumen, deren Früchte am Strassenrand feil geboten wurden. Hier gedeihen diese gut, da das Klima hier etwas kühler ist. Nach dem Besuch einer „Baumdarstellungsfarm“ mit Kaffee- und Kakaobäumen nebst all den Fruchtbäumen und selbstverständlich mit einem Verkaufsladen landeten wir wohlbehalten in Ubud. Diese Stadt erkannte ich fast nicht mehr, das ist nun so wie damals Kutta. Alle wollen hier was verkaufen und du kannst keine 10 Schritte machen ohne ein Hallo, Taxi, Transport usw. Dafür fanden wir ein ganz angenehmes Hotel, eingebetet in Reisfelder und üppigster Parkanlage und Pool. Nun war uns dies wichtig, da wir ja hier kein Meer mehr hatten und so eine Abkühlung immer mal wieder gut tut. Nebst der Affenwaldbesichtigung war nun vor allem Einkaufen angesagt doch war die Qual der Wahl und das Angebot hatte sich recht verändert seit meinem letzten Besuch. Ist ja klar, man kann nicht Jahrzente dasselbe verkaufen! Aber ich fand gar nicht mehr die Sachen, die ich mir so vorstellte, ausser den Tüchern/Sarongs. Aber auch hier sind neue Kreationen entstanden und ich wollte doch… halt eben noch die Alten. Einige fand ich dann noch und einige von den neuen Kreationen gefielen auch mir. Aber sonst staunte ich schon, welche Entwicklung die Mode auch hier vollbracht hat. Die Menschen tragen scheinbar auch hier lieber westliche Kleidung und der Sarong verschwindet immer mehr.
Was wir hier in Ubud schätzten war, dass wir von unserem Hotel gleich im „Einkaufsparadies“ waren, aber auch schnell uns in die Hotelanlage zurückziehen konnten. Wir erfahren auch, dass mittlerweilen – da wo vor 11 Jahren die Händler am Strand eine Bewilligung brauchten und diese auf 800 limitiert waren – diese Handelsart verboten wurde. Ich denke, dass hier in Ubud etwas ähnliches geschehen muss, denn als Tourist fühlten wir uns alles andere als wohl, bei diesem Überangebot. An einem Ort erfahre ich, dass ich seit 14 Tagen die erste Person sei, die etwas kaufe, man stelle sich das mal in der Schweiz vor! Aber die Menschen da, warten und warten … es gibt für viele eh nichts anderes zu tun.
Das streben nach „Luxusgütern“ ist auch hier vorhanden und so sieht man selbst in der einfachsten Hütte oft einen Fernseher. Das Motorrad ist noch immer das dominierendste Fahrzeug und dient auch für den Familientransport, so sieht man ab und zu 4 -5 Personen auf einem Motorrad. In den Städten scheint es ein Helmobligatorium zu geben.
Fast jeden Tag genossen wir eine stündige Massage, wenn es finanziell so günstig ist 1h 7 – 10 Fr. da muss man das einfach sich gönnen.
Machen wir einen Vergleich mit Neuseeland, dann scheinen viele Leute hier kalt zu haben und in Neuseeland heiss, doch die Temp. Verhalten sich eigentlich umgekehrt. Der Neuseeländer hat auch bei 15° seine Short und oft nur ein T-Shirt an und der Balinese trägt Jeans bei 26 – 30 ° dazu eine lange Jacke, falls die Temp. Etwas unter 25° fällt. Ja, so erkennt man eben dann die Unterschiede!
Per Taxi zum Flughafen. Beim Eintritt in das Flughafengebäude steht eine Maschine wo man sein Gepäck in Plastikfolie einwickeln könnte. Ich finde das eigentlich eine gute Idee, doch haben wir nun die ganze Zeit unsere Plastiks mitgenommen uns so nahmen wir diese wieder hervor und schickten uns an unser Gepäck nach dem Kontrollgang einzubinden in den Plastik. Da kam ein Securitas zu uns und meinte, dass dies nicht gehe, da direkt vor dem einchecken nochmals eine Kontrolle per Hand durchgeführt werde. Wir würden dies jedoch hernach machen dürfen. Nett. Also mussten auch wir unser Gepäck durchwühlen lassen und siehe da, nun finden sie in meinem Handgepäck Sicherheitsnadeln, was auch nicht erlaubt sei in den Flieger zu nehmen. Diese waren nun immer am selben Ort, aber erst beim letzten Flug werden diese entdeckt!
Ein angenehmer ruhiger Flug mit Zwischenhalt in Singapore brachte uns frühmorgens nach Frankfurt zurück. Die anschliessende Zugfahrt entpuppte sich als fabelhaft. Der anbrechende Morgen zeigte sich in den Farben lila, rosa, orange und daraus kam die orange Sonne wie ein Feuerball hervor und das mit der Schneelandschaft. Ich glaube wir reisen hier gleich ins nächste Erlebnis. So genossen wir auch diese Zugfahrt, was uns ein beschauliches ankommen ermöglichte. Tobias – einer unserer Söhne machte den Taxidienst, brachte uns mit all unserem Gepäck nach Hause.
Wirklich wieder zu Hause! Nun heisst es noch richtig ANKOMMEN und die eingeübte Ruhe zu erhalten und wieder im eigenen Bett zu schlafen, die Reise verdauen und wieder an die Arbeit. Ich hoffe, dass ihr von unserer Reise mitprofitieren konntet und ev. euch selber mal so was erlauben könntet. Es lohnt sich!
Liebe Grüsse Rosmarie und Ernst