WWOOF ist ein Tausch: Für deine Hilfe auf Biohöfen, Gärtnereien oder anderen Landwirtschaftsbetrieben erhältst du Verpflegung, einen Schlafplatz und einen praktischen Einblick in organische Anbaumethoden. WWOOF Schweiz erstellt die Liste der Höfe, die bei diesem Tausch mitmachen. Spätestens seit dem Jahr 2001, dem internationalen Jahr der Freiwilligen, gibt es immer mehr Länder, wie z.B. Australien, die die Mithilfe von einer begrenzten Anzahl Stunden für den Einblick in das Leben, die Kultur und das Arbeitsumfeld der Gastgeberfamilien als Touristen-Aktivität anerkennen.

WWOOF Schweiz erstellt die Liste der Höfe, die sich auf deine Mitarbeit freuen. Diese Liste enthält etwa 45 Höfe über die ganze Schweiz verteilt und auch etwa 10 Höfe in anderen Ländern.

Was kannst Du vom «wwoofen» erwarten

  • Du sammelst Erfahrungen im Bio-Landbau aus erster Hand - dort, wo deine Hilfe gerade gebraucht wird.

  • Du lernst die Menschen, die Lebensart und die Kultur des Gastlandes kennen.

  • Du wirst viele Leute der biologischen Landbaubewegung kennenlernen und Freundschaften schliessen .

  • Und Du hilfst der Bio-Landbaubewegung, die oft sehr arbeitsintensiv ist, und die nicht auf künstliche Dünger und giftige Schädlingsbekämpfungsmittel vertraut.

WWOOF ist nicht...

... ein Ferienjob zum Geld verdienen - auch wenn einige der Betriebe je nach deinem Einsatz und deinen Fähigkeiten ein Taschengeld bezahlen. Wir denken, dass durchschnittlich 4-6 Stunden pro Tag genügen sollten, wenn nichts bezahlt wird, und dass für die erste Woche kein Taschengeld bezahlt werden sollte. Du musst genügend Geld haben für die Hin- und Rückreise und auch für den Aufenthalt als normaler Tourist, falls du die Volontärstelle aus irgendeinem Grund verlassen musst.

Und so funktioniert's

Die Angaben zu den schweizer WWOOF-Höfen (grosse, kleine, abgelegene oder in Stadtnähe) findest du in der Hofliste. Es sind Höfe mit Gemüseanbau, Milchwirtschafts- oder Tierzuchtbetriebe. Du kannst sie direkt kontaktieren. Wir empfehlen dir, zuerst einen Brief zu schreiben, in dem du dich selbst und deine Reisepläne vorstellst. Falls du per Emailschreibst, dann bitte nur Text ohne Anlagen. Schreib nicht zuviele Betriebe gleichzeitig an. Die Bauern freuen sich über deine Mithilfe, haben aber keine Zeit, viele Anfragen zu beantworten. Rufe den Hof ein paar Tage später an, oder lege deinem Brief einen Internationalen Antwortcoupon bei (zu beziehen bei der Post), um sicher eine Antwort zu erhalten.

Wenn du eine Aufenthalt vereinbart hast, enttäusche deine Gastfamilie nicht, in dem Du nicht rechtzeitig ankommst. Rufe einige Tage vor der geplanten Ankunft an und bestätige die getroffenen Vereinbarungen. Je nach Situation wird dich jemand von der nächsten Bahn- oder Busstation abholen.

Du kannst ein paar Tage WWOOFen, eine Woche oder länger - je Bedarf auf den einzelnen Betrieben. Oder du ziehst von einem WWOOF-Betrieb zum andern. Einige WWOOFer helfen 2 bis 3 Monate am gleichen Ort, andere bleiben einige Wochen und ziehen dann zu einem anderen auf der Liste aufgeführten Betrieb.

Einige Regeln

  • Benutze keine alten Hoflisten, damit du nicht Betriebe kontaktierst, die keine WWOOFer mehr aufnehmen.

  • Die Hofliste ist persönlich. Sie darf nicht an Dritte weitergegeben werden. Vermerke in deinen Briefen deine persönliche Mitgliedsnummer und nimm den Mitgliedsausweis bei jedem Einsatz mit, um dich auszuweisen. WWOOF ist auch auf deine Unterstützung angewiesen. Erzähl anderen von WWOOF und wie man eingeschriebenes Mitglied wird.

  • Wenn du einen Hof kontaktierst, hinterlass deine Adresse und Telefonnummer, damit du kontaktiert werden kannst, wenn sich etwas ändern sollte.

  • Informiere deine Gastgeber so schnell als möglich, wenn du selbst eine Vereinbarung nicht einhalten kannst oder auch nur verspätet eintriffst.

  • Nimm Arbeitskleidung und feste Schuhe mit.

  • Kläre mit deinen Gastgebern ab, ob du einen Schlafsack benötigst.

  • Sei bereit, für die Unterkunft und Verpflegung auch anständig mitzuhelfen.

  • Sei vorbereitet Mahlzeiten aus deinem Land zu kochen und Lieder aus deinem Land zu singen, etc. WWOOF ist ein Kulturaustausch!

  • Die Höfe verfügen meist über eine Versicherung für Teilzeitarbeitskräfte. Kläre dies mit dem Betrieb ab. Kontaktiere auch deine eigene Versicherung.

  • Studenten aus Osteuropa oder Drittweltländern wird angeraten eine Bestätigung von ihrer Universität zu verlangen, worin erwähnt wird, dass das Volontariat Teil ihrer Ausbildung ist. Die schweizer Einreisebestimmungen sind sehr restriktiv. Für Schwarzarbeit kann sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber hart bestraft werden. Lass diesen Punkt nicht unbeachtet! Ohne den Besitz eines gültigen Dokuments für die Einreise in die Schweiz, raten wir kein Geld für die WWOOF-Mitgliedschaft zu schicken, da es sein kann, dass ein Visum sehr schwierig zu erhalten ist oder lange Zeit braucht. Wenn du Hilfe brauchst um eine Einreiseerlaubnis zu bekommen, und wenn du nur einen kurzen WWOOF Aufenthalt planst, wirst du kaum einen Gastgeber finden, der sich die Mühe macht, für dich eine Arbeitsbewilligung einzuholen. Es kommt deshalb wahrscheinlich auch vor, dass Touristen WWOOF-Einsätze leisten.

  • WWOOF Schweiz übernimmt keine Haftung für Verluste oder Schäden, die du erleidest oder verursachst.

WWOOF weltweit

Die folgenden Liste enthält WWOOF und damit ähnlichen Organisationen. WWOOF Schweiz ist mit ihnen in Kontakt oder hat kein ungutes Gefühl über deren Arbeitsweise. Sie haben ihre eigenen Regeln und Gebühren. Kontaktiere diese bitte direkt, und vergiss auch hier nicht 2 internationale Antwortscheine (IRC) beizulegen.

Für Länder ohne ein eigenes WWOOF-Büro konsultiere die Worldwide List von WWOOF-Australien oder die Independents-List von WWOOF Britain.

Mitgliederbeitragsangaben für Einzelperson/Paar.
BI=minimale Versicherung inbegriffen,
ES=Begleitung zum Hof inbegriffen,
FP=Fotokopie des Reisepasses mit dem Mitgliederbeitrag schicken
AWWL=siehe Australiens weltweite Liste,
BWWL=siehe Brittain's International-Fix-it-Yourself Liste, mm.jj=Informationen aktualisiert

Adressen von WWOOF Organisationen weltweit

 

Anmeldeformular WWOOF-Schweiz

Bitte schicke dieses Formular zusammen mit dem Mitgliederbeitrag (Banknoten - keine Münzen, oder internat. Rückantwortscheine 1 IRC = sFr. 1.30, keine Schecks wegen der Gebühren) an

WWOOF Schweiz
Postfach 59
CH-8124 Maur

Aktive WWOOFer erhalten die Mitgliedschaft im nächsten Jahr billiger oder gratis.

Bitte zutreffendes ankreuzen:

:_: Ich werde Mitglied von WWOOF-Switzerland und bestelle eine Hofliste gültig für ein Jahr. Kosten sFr. 20.- oder 20 US$ oder 15 Euro oder 18 IRC. (Keine Schecks!). 

:_: I will become a member of WWOOF-Australia. Please forward me the current Australian Cultural Exchange and Farmlist. Arrival date in Australia (day.month.year): ______________ Cost including basic insurance sFr. 60.- single or sFr. 70.- for 2 persons travelling together (include passport fotocopies of both persons).

:_: WWOOF erhält viele Briefe aus der ganzen Welt. Als Beitrag an die mit den Antworten verbundenen Kosten spende ich sFr./US$____

:_: Wir möchten auch bei uns WWOOFer beherbergen und in der WWOOF Liste unter :_: Biohöfe :_: Gastgeber gegen Mithilfe eingetragen werden.

Personen mit einer gültigen Mitgliedschaft von einer anderen WWOOF-Organisation (Fotokopie zu den oben erwähnten Berwerbungsunterlagen beilegen) erhalten die Mitgliedschaft von WWOOF-Schweiz für 10 Euro oder 15 sFr. oder 15 US$ inkl. Versandgebühren.

Ich habe die WWOOF-Regeln gelesen und werde mich daran halten. Ich verstehe, dass unvollständige Anmeldungen nicht bearbeitet werden. Eine vollständige Anmeldung besteht aus 4 Teilen:
1. dieses Anmeldeformular
2. Mitgliederbeitrag
3. Fotokopie meines Reisepasses (und Einreisevisums, falls erforderlich)
4. kurzer Brief in dem steht wer ich bin und warum ich einen WWOOF-Einsatz leisten möchte.

Datum:

 
Unterschrift:  
 

_ Herr _ Frau

Name:

 

Nationalität:

 

Beruf:

 

Addresse:      

 

 
Email:  

 Wir können die Hofliste nur schicken, wenn du die Bezahlung diesem Formular beilegst. (Wegen der relativ hohen Gebühren akzeptieren wir keine Schecks, dafür aber Banknoten). Die Post den Eintausch von internationalen Antwortscheinen auf Fr. 1.30 heruntergesetzt. Weil das Porto für einen Brief nach Übersee jedoch immer noch Fr.1.80 kostet, ziehen wir es vor Bargeld zu erhalten. Wenn du trotzdem Anwortscheine schicken willst, musst du den Betrag durch 1.3 teilen, um die korrekte Anzahl Antwortscheine zu erhalten.

Weitere Freiwilligen-Arbeitseinsätze

Im folgenden stellen wir Dir kurz ein paar weitere Möglichkeiten vor, in der Schweiz freiwillige Arbeitseinsätze zu leisten. Wenn du nähere Informationen erhalten willst, leg bitte Fr. 2.- in Briefmarken oder 2 internationale Rückantwortscheine bei.

Landdienst / Swiss Farm Work
Postfach 728
8025 Zürich
Mithilfe von Jugendlichen (nur aus Westeuropa) auf einem Bauernhof (mit Taschengeld).

Caritas Schweiz
Bergbauernhilfe / Freiwilligeneinsätze
Löwenstr. 3
Postfach
6002 Luzern
Einsätze in Unwettergebieten und bei Bergbauernfamilien.

World Wide Fund for Nature WWF
Pandiamo
Postfach
8010 Zürich
Ferienlager, Weekends und Arbeitseinsätze für Kinder/Jugendliche zwischen 8 und 22 Jahren.

Pro Natura
Natur Aktiv, Postfach
4020 Basel
Ferienlager für Kinder, Familien und Jugendliche, Arbeitseinsätze.

Bergwaldprojekt
bergwaldprojekt@email.ch
Einwöchige Gruppenarbeitseinsätze zum Schutz der Bergwälder, ab 18 Jahren. Frühzeitig anmelden.

Service Civile International
Gerberngasse 21a
3000 Bern 13
Internationale Arbeitseinsätze in Gruppen von 8 bis 20 Freiwilligen aus allen Altersklassen ab 18 Jahren.


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